Alltagskunst Pt. II
Bei der Suche nach der Überschrift dieses Artikels fällt mir auf, dass ich den als treffend empfundenden Begriff Alltagskunst auf diesem Blog bereits in einem anderen Zusammenhang verwendet habe. Unter diesem offenbarte ich eine Reihe an Bildern, die zeigten, dass der Alltag Kunst schafft. Der Alltag ist also der Aktive, der Kunstschaffende, das Subjekt. Alltagskunst funktioniert nicht (nur), wenn dem Alltag ohnehin nur vermeintlich Schönes zur Verfügng steht, weil es dann ja (objektiv) keines großen Schaffensprozesses bedarf. Alltagskunst fuktioniert auch und vielleicht sogar besser im Unprätentiösen; sogar im Hässlichen.
Wenn man Alltagskunst jetzt aber nicht so versteht, dass der Alltag UNVERHOFFT Kunst schafft, sondern so, dass alltägliche Gegenstände ABSICHTLICH künstlerisch sind, dann stellt man sich sehr schnell die Frage, wieso so unendlich viele alltägliche Gegenstände so wahnsinnig beschissen aussehen. Und das gilt umso mehr für Gegenstände, die man häufig wahrnimmt und bei denen es ein Leichtes wäre, sie zu verschönern. Beispiel: Wasserflaschen in Ländern, in denen man nicht aus dem Hahn trinken kann. Bewusst wurde dieser zunächst abstrakte Text recht schnell konkret. Ich möchte SIE nicht länger auf die Folter spannen. Es folgt ein alternativer Designvorschlag für einen marokkanischen Wasserflaschenhersteller:
*Der Text auf den Flaschen ist dem Original entnommen.
** Das jetzige Design ist gar nicht hässlich; eine gewöhnliche Wasserflaschenoptik.
*** Vielleicht sieht das ja jemand aus dem Marketing - Inshallah.